Freiberger Holding kauft Rasthaus Chiemsee

Pressemitteilung vom 23.01.2009
Ameranger Unternehmen übernimmt begehrte Liegenschaft von der Tessner-Gruppe – Moderne Rehabilitationsklinik am Seeufer geplant – Rund 200 neue Arbeitsplätze entstehen

AMERANG/BERNAU. Das Ameranger Familienunternehmen Freiberger Holding GmbH wird neuer Eigentümer des Rasthauses Chiemsee. Dies wurde gestern bekannt. Die begehrte Liegenschaft in Bernau-Felden direkt am Chiemseeufer geht von der Tessner-Gruppe aus Goslar im Harz an die Chiemgauer Traditionsfirma. Über den Kaufpreis vereinbarten beide Seiten Stillschweigen.

Das insgesamt zwölf Hektar große Gelände wird von der Salzburger Autobahn geteilt. Die zur Freiberger Holding gehörende Medical Park AG, Bad Wiessee, plant nun den Umbau des Rasthauses auf der Seeseite in eine moderne orthopädische Rehabilitationsklinik. In unmittelbarer Nachbarschaft zum Rasthaus betreibt das Unternehmen bereits mit dem Medical Park Chiemsee ein ebenfalls auf Orthopädie spezialisiertes Gesundheitszentrum. Schwerpunkt einer weiteren Klinik in Prien ist die Psychosomatik.

Mit dem Rasthaus verfügt die Freiberger Holding insgesamt über rund 20 Hektar Grund, die zum Chiemsee Park Bernau gehören. Sie sollen in enger Abstimmung mit Gemeinde und Landkreis weiterentwickelt werden. Geplant ist die Entstehung von rund 200 neuen Arbeitsplätzen, verbunden mit Gesamtinvestitionen im hohen zweistelligen Millionenbereich. Damit bekennt sich die Freiberger Holding klar zum Chiemgau als einem der Investitionsschwerpunkte für die kommenden Jahre. Medical Park ist schon heute der größte Arbeitgeber in Bernau.

Wieder in bayerischer Hand Die Tessner Gruppe hatte das Gelände mit denkmalgeschütztem Gebäudebestand im vergangenen Jahr über eine eigens gegründete Projektgesellschaft von der Bundesanstalt für Immobilienangelegenheiten (BIMA) im zweiten Anlauf erworben. Vorausgegangen waren teils langwierige und zähe Verkaufsverhandlungen mit unterschiedlichen Interessenten. Auch Freiberger hatte sich zunächst für das Rasthaus interessiert, war dann jedoch aus dem Bieterverfahren ausgestiegen.

„Jetzt ist der historische Komplex wieder fest in bayerischer Hand“, kommentierte der Geschäftsführer der Freiberger Holding GmbH, Dr. Karsten Schween, den Kauf des berühmten Rasthauses. Noch bis vor wenigen Jahren diente es Angehörigen der US-Armee als Erholungszentrum. Schween bezeichnet die Übernahme als einen Glücksfall für die weitere Expansion der Medical Park AG. Sie betreibt insgesamt sieben Rehabilitationskliniken in Bayern. Mit der bevorstehenden Eröffnung des neuen Medical Park Berlin Humboldtmühle zeigt sie erstmals bundesweite Präsenz in diesem Bereich. Medical Park konzentriert sich auf medizinische Exzellenz mit dem Ambiente hochklassiger Hotels in allerbester Lage.

Enge Kooperation von Freiberger Holding und Tessner Gruppe
Ursprünglich hatte die Tessner Gruppe ein Fünf-Sterne-Hotel direkt am Seeufer geplant, war dann aber wieder davon abgerückt. Von Anfang an hatte die Gruppe eine wirtschaftlich sinnvolle Wiederbelebung des Geländes von einer Erweiterung des Gebäudekomplexes abhängig gemacht. Dies sei aber, so der Geschäftsführer der Tessner-Projektgesellschaft, Marcus Mende, nach Analysen von Architekten und Statikern mit den ursprünglichen Vorstellungen kaum zu realisieren gewesen.

Bei der Entwicklung der Südseite des Geländes jenseits der Autobahn wollen die Freiberger Holding und die Tessner Gruppe nun zusammenarbeiten. Beide Parteien begrüßten eine enge Kooperation. Angedacht ist die Ansiedlung von Gastronomie sowie möglichen Freizeit- und Erlebniseinrichtungen. Auch ein Hotel der günstigen Preisklasse könnte dort entstehen. Aus der Sicht von der Tessner Gruppe, so Mende, sei dabei die Eigentumsfrage an dem Gelände unerheblich. „Für uns ist das kein Problem“, sagte er. Die endgültigen Planungen hängen maßgeblich von der Zusammenarbeit mit den örtlichen Behörden ab.

Große Erfahrung mit historischen Objekten
Die Freiberger Holding will mit der Medical Park AG so schnell wie möglich mit der Renovierung und dem Umbau des Rasthauses beginnen. Das Unternehmen hat große Erfahrung mit der Entwicklung historischer Gebäude und deren moderner Nutzung. Eigentümer ist der Ameranger Familienunternehmer Ernst Freiberger. Neben wertvollem Immobilienbesitz und Rehabilitationskliniken ist die Freiberger Holding auch im Hotel-Geschäft tätig. Mehr als 2.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgen jedes Jahr für das Wohlbefinden von mehr als 50.000 Patienten sowie rund 100.000 Hotelgästen und Tagungsteilnehmern.

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